Zeitarbeit ist fair und nicht prekär!

Die Unterschiede bei der Entlohnung stellen immer wieder das Hauptargument, wenn es darum geht, die Zeitarbeit zu diffamieren. Politisch interessierte Kreise und auch manche Medien bedienen sich gerne bei bestimmten Untersuchungen, die eine angebliche Differenz von mehr als 40% zwischen dem Gehalt der Stammbelegschaft und den Mitarbeitern aus der Zeitarbeit ausweisen. Selbst die Bundesagentur für Arbeit beruft sich in ihren Verlautbarungen bisher auf solche Zahlen. Doch diese Angaben sind offensichtlich nicht haltbar, denn sie basieren auf falschen Annahmen und Modellen. Das zumindest zeigt eine großangelegte Studie, die der iGZ in Auftrag gegeben hat.

Das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung erforscht mit seinen Wissenschaftlern seit Jahrzehnten ökonomische Entwicklungen und informiert sowohl die Politik als auch die Öffentlichkeit. Sinn der Arbeit des angesehenen und gemeinnützigen Vereins ist es, das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge zu fördern. Die Wissenschaftler legten in ihrer Studie ein anderes Modell zugrunde und arbeiteten mit den offiziellen Datensätzen der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamtes. Um den Vergleich zwischen Arbeitnehmern aus der Stammbelegschaft und den Mitarbeitern aus der Zeitarbeit so objektiv wie möglich zu gestalten, nutzten sie die Methode des sogenannten “statistischen Zwillings”. Dabei geht es darum, die Art der Tätigkeiten und die Daten der beschäftigten Arbeitnehmer tatsächlich vergleichbar zu machen. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, die in den bisherigen Untersuchungen nicht beachtet wurden, also z.B. das Alter, die Ausbildung, die Vorerfahrung, die Dauer der Beschäftigung und vieles mehr.

Beim Vergleich der statistischen Zwillinge kamen die Wissenschaftler zum Ergebnis, dass der Unterschied zwischen den Gehältern sich tatsächlich nur zwischen 6,5% und 12,7% bewegt. Dementsprechend raten die Wissenschaftler den Behörden, die angenommenen Lohnlücken zukünftig anders und genauer zu berechnen. Schließlich geht es dabei nicht nur um das Bild in der Öffentlichkeit und die gesellschaftliche Anerkennung der Zeitarbeit, sondern auch um die entsprechende Gesetzgebung. Die bisherigen Berechnungen entbehrten jeglicher methodischer Grundlage, so die Wissenschaftler. Das zeigten allein schon die völlig unterschiedlichen Ergebnisse, die die amtlichen Berechnungen in der Vergangenheit geliefert haben. Hinzu kommt ein wesentlicher Faktor: Häufig erhalten Arbeitnehmer aus der Zeitarbeit sogar ein höheres Entgelt als die Stammbeschäftigten. Das ist einerseits bei vielen einfachen Tätigkeiten der Fall, weil der gesetzliche Mindestlohn weit unter dem Mindestlohn in der Zeitarbeit liegt. Aber auch 16% der Fachkräfte in der Zeitarbeit werden besser bezahlt als die vergleichbaren Stammmitarbeiter.

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