Wie sag ich’s meinem Chef?

Jedem von uns unterlaufen ab und zu Fehler. Jeder von uns hat aber auch manchmal Fehlschläge zu verantworten. Das kann an eigenen Versäumnissen oder Fehlentscheidungen liegen, manchmal fügt sich aber auch ein unglücklicher Umstand an den anderen. Fakt ist, jetzt muss man diese Situation melden und Bericht erstatten. Vor dieser Situation ist übrigens keiner gefeit. Auf jeder Mitarbeiter- und Führungsebene gibt es eine nächsthöhere Instanz, die informiert werden muss, wenn etwas schiefgegangen ist.

Tatsächlich kennt ein jeder diese Herausforderung und kann Ihre persönliche Situation nachvollziehen. Wenn Sie der Überbringer einer solchen Nachricht sind, gibt es ein paar generelle Regeln, die zwar nicht immer eins zu eins anwendbar sind, deren grundsätzliche Beachtung Ihnen aber sehr nützlich sein können.

  1. Zögern Sie nicht. Zwar gibt es für alles einen richtigen Zeitpunkt, man sollte abwägen, ob man eine wichtige Sitzung stört. Aber dennoch, jegliche unnötige Verzögerung der Fehlermeldung nützt Ihnen nichts, sondern kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Die Folgen werden irgendwann sichtbar, und das stellt dann am Ende das Vertrauen in Frage.
  2. Gibt es eine Möglichkeit den Schaden wieder zu berichtigen oder eine gangbare Alternative? Wenn Sie Ihrem Vorgesetzten gleich die passende Lösung für das Problem liefern, schaffen Sie sich eine bessere Ausgangslage.
  3. Sichern Sie sich die Aufmerksamkeit Ihres Chefs am besten unter vier Augen. Ein kurzer Einleitungssatz wie „Es gibt ein Problem“ gibt ihm die Möglichkeit sich zu wappnen. Schildern Sie dann einfach nur den Sachverhalt in wenigen Sätzen. Das beinhaltet die Situation, den Fehler und die Folgen. Vermeiden Sie dabei unbedingt den Versuch Fehlverhalten von sich zu weisen oder das Fehlverhalten anderer zu beschreiben.
  4. Lassen Sie Ihrem Gegenüber Zeit die Nachricht zu verdauen, gegebenenfalls auch seinen Ärger loszuwerden. Warten Sie auf den nächsten Schritt. Vermutlich wird der aus einer Reihe Fragen bestehen, die Sie ruhig und offen beantworten sollten.
  5. Seien Sie sich dabei bewusst, dass Sie jetzt beide das gleiche Problem haben, nämlich den Sachverhalt und seine Folgen. Ihre weiteren Reaktionen sollten sich jetzt darauf ausrichten, zur Lösung dieses Problem beizutragen, wenn diese bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefunden wurde.

Diese wenigen Schritte hören sich sehr einfach und völlig klar an. Dennoch schaffen es viele Menschen nicht sich daran zu halten. Das hat meistens mit der Angst vor unangenehmen Konsequenzen und persönlichen Vorwürfen zu tun. Jede Abwehr und jede Vermeidung ist allerdings leicht zu durchschauen und lässt Sie tatsächlich schlecht aussehen. Denken Sie daran, dass jeder die Situation kennt.

Zeigen Sie mit diesem Vorgehen, dass Sie jetzt und weiterhin bereit sind, verantwortlich zu handeln.

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