Weitab von der Realität

Die Partei “Die Linke” zeigt mit einem neuen Antrag zur Zeitarbeit nicht nur eine große Realitätsferne, sondern offenbart auch einen gewissen Mangel an Sachkenntnis. So lässt sich die kürzlich veröffentlichte Reaktion von iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz zusammenfassen. Die Partei hatte gefordert, die Höchstüberlassungsdauer bei der Zeitarbeit auf drei Monate zu beschränken. Für viele arrivierte Tätigkeiten entspricht das nicht einmal der Zeit, die man für eine gescheite Einarbeitung benötigt. Des Weiteren sind die meisten Projekte, für die Arbeitnehmer aus der Zeitarbeit verpflichtet werden, in drei Monaten nicht einmal ansatzweise durchgeführt. Zum dritten würde eine Höchstüberlassungsdauer von drei Monaten die Arbeitnehmer in einen besonderen Stress versetzen.

Man stelle sich vor, sich alle drei Monate in einer völlig neuen Umgebung mit neuen Regeln und Prozessen zurechtfinden zu müssen, eine so unzumutbare wie arbeitnehmerfeindliche Forderung. Doch der Partei geht es wohl eher um den Stimmenfang bei solchen Wählern, die überhaupt nicht über die moderne Zeitarbeit und ihre Bedingungen informiert sind. Das Schlagwort von der “Ausbeutung” wird immer wieder von bestimmten Presseorganen und Politikern eingesetzt. Dabei wird völlig übersehen, dass die Zeitarbeit mit den Prinzipien von Equal Pay und Equal Treatment längst eine andere Realität geschaffen hat.

Auf diese Forderung setzt die Linke aber noch eins drauf. Sie verlangt gleiche Bezahlung vom ersten Tag an und fordert einen Flexibilitätszuschlag von weiteren 10%. So eine Forderung dürfte die meisten Personaldienstleister in den Bankrott treiben und damit eine wesentliche Funktion im Wirtschaftsleben praktisch abschaffen. Die Zeitarbeit stellt nicht nur die Kräfte für ein Wiedererstarken nach Krisen zur Verfügung, sondern wirkt zudem als wirkungsvollste Einstiegshilfe für Arbeitslose und Flüchtlinge. Diesen Fakt hat selbst die Bundesregierung längst akzeptiert. Zudem verwechselt die Linke wohl aus Unwissenheit das Agentur-Prinzip mit dem Unternehmer-Prinzip. In manchen Ländern wie in Frankreich arbeiten die Personaldienstleister als reine Vermittler. Die Arbeitnehmer in der Zeitarbeit werden mit einem Flexibilitätszuschlag an die Unternehmen verliehen – sind jedoch nachher (wieder) arbeitslos. Dieses Agentur-Prinzip ist in Deutschland weder gewünscht noch gestattet. Hier sind die Arbeitnehmer der Zeitarbeit fest beim Personaldienstleister angestellt.

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