Umfrage vom BAP Job-Navigator bei Bewerbern

Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) betreibt den sogenannten Job-Navigator. Hiermit werden monatlich die Stellenangebote von knapp 200 Printmedien, der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, weit über 150 Jobbörsen und 30.000 Firmenwebsites ausgewertet. Doppelte werden dabei natürlich nur einfach gezählt. Dazu führt diese Abteilung beim BAP regelmäßig Umfragen unter Arbeitgebern und Arbeitnehmern durch, die Aufschluss über freie Stellen, Arbeitsbedingungen, Bewerberverhalten und vieles mehr geben.

Wie schätzen Bewerber den Arbeitsmarkt ein?

In seiner letzten Umfrage vom August befragte der Job-Navigator 1.000 Bewerber zu ihrer Einschätzung des Arbeitsmarkts und zu Themen rund um die moderne Arbeitswelt. Dabei trat einiges Interessante zutage, vor allem, was die Arten der Bewerbung, den Umgang mit der Zeitarbeit und die Motive bei der Jobsuche betreffen. Tatsächlich haben bereits ein Drittel aller Befragten mit der Zeitarbeit Erfahrungen gesammelt. Der Großteil hat sich zu den jeweiligen Zeitpunkten für eine Bewerbung in der Zeitarbeit entschieden, weil hier zum Einen eine schnelle Vermittlung zu erzielen ist, dann aber auch Erfahrungen in ganz verschiedenen Bereichen zu sammeln sind und weil eine große Flexibilität ermöglicht wird.

Was ist den Bewerbern besonders wichtig bei der Arbeit?

Dass dabei die Zeitarbeit auch eine unbefristete Anstellung ermöglicht, kommt den Bewerbern ebenfalls entgegen. Denn ganz unabhängig von der Zeitarbeit spielt bei 92% aller Befragten der unbefristete Arbeitsvertrag die wichtigste Rolle. Dicht darauf folgen die Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung und zusätzliche Zahlungen wie ein Weihnachts- und ein Urlaubsgeld. Immerhin 86% legen Wert auf einen attraktiven Firmenstandort. Dagegen werden viele Zusatzleistungen wie ein Firmenlaptop oder regelmäßige Team-Veranstaltungen eher als unwichtig eingestuft.

Neue Arbeitsformen

Neben der Zeitarbeit gibt es auch weitere alternative Arbeitsformen, die sich speziell über digitale Plattformen finden lassen. Nicht nur spielen die Jobbörsen eine immer größere Rolle für die Jobsuche, es gibt auch ganz neue Beschäftigungsformen, die digital eingefädelt werden. Dieser Teil des Arbeitsmarktes wird auch als “Gig-Economy” bezeichnet. Diesen Begriff kennen Sie nicht? Damit sind Sie nicht allein. Nur 24% der Befragten hat schon einmal davon gehört. Danach können Arbeitnehmer praktisch sich selbst vermarkten und ihre Dienstleistungen anbieten. Die Aufträge werden dann in einer Art privaten Ein-Mann-Zeitarbeit abgewickelt. Diese ganz neue Form der Arbeit hört sich für immerhin 40% der Bewerber interessant an, 49% können sich das für sich allerdings nicht vorstellen.

Jobsuche trotz Festanstellung

Viele Bewerber suchen einen neuen Job, obwohl sie sich noch in fester Anstellung befinden. Über 50% meinen nämlich, dass der Arbeitsmarkt gerade günstig für einen Jobwechsel aussieht. Knapp 40% dagegen meinen, ein neuer Job sei eher schwer zu finden. Ein Drittel der Befragten rechnet mit einer Verschlechterung der Lage, während die Hälfte glaubt, dass es bis 2022 etwa gleich bleiben würde. Wer sich als Angestellter nach neuen Jobs umsieht, wird häufig vom Wunsch nach mehr Einkommen geleitet (46%). Dazu zählen als wichtige Motive die persönliche Weiterentwicklung und die mögliche Aussicht auf eine Karriere. Bei den Frauen spielen neben dem Verdienst dagegen mehr familiäre Gründe, die leidige Befristung von Jobs und das Arbeitsklima eine Rolle.

Wie bewirbt man sich heute?

Bei der bevorzugten Art der Bewerbung und der Suche nach neuen Jobmöglichkeiten hat sich kaum etwas geändert. Videobewerbungen (9%) oder sogar Bewerbungen über Plattformen wie WhatsApp (16%) spielen nach wie vor eine geringe Rolle. Die Online-Jobbörsen stehen mit 35% an der Spitze der Beliebtheit. Dagegen bauen 30% auf persönliche Kontakte und Empfehlungen. Das Jobcenter belegt mit 20% den dritten Platz. In der Art der Bewerbung überwiegen die Bewerbung per Mail oder auch per Brief bei weitem. Am liebsten wäre den Bewerbern jedoch eine Bewerbung über ein persönliches Gespräch, was sich aber in der Realität wohl eher nach der Vorauswahl unter den verschiedenen Bewerbern abspielt.

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