Neues aus der Zeitarbeit und von den Personaldienstleistern

Hätten Sie’s gedacht? In Nordrhein-Westfalen hat gerade ein Personaldienstleister zum wiederholten Mal den Wettbewerb zum “Besten Arbeitgeber in NRW für 2019” gewonnen.

In der Sparte der Arbeitgeber mit 501 bis 2.000 Mitarbeitern konnte diese Firma für Fach- und Führungskräfte alle anderen Unternehmen auf die Plätze verweisen. Dabei geht es in diesem Wettbewerb um Firmen, die sich mit ihrer Unternehmenskultur vor allem in ihrem Umgang mit den Beschäftigten auszeichnen. In unseren News gehen wir des Häufigeren darauf ein, dass sich der Ruf der Personaldienstleister in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert hat, auch wenn manche Politiker das nicht wahrhaben möchten. Doch gerade die Personaldienstleister haben dazugelernt. Mit verbindlichen ethischen Richtlinien und neutralen Schiedsstellen arbeiten die Verbände intensiv daran, die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu erhöhen.

Die Bewertungsgrundlage für den Wettbewerb “Bester Arbeitgeber in NRW” sind tatsächlich anonyme Befragungen der Mitarbeiter und des Managements zu den wichtigsten Fragen der Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber. Dazu zählen insbesondere die Wertschätzung der Mitarbeiter, das Vertrauen in die Führungskräfte, die Qualität der Zusammenarbeit, die Vergütung und die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten. Ein spezielles Thema bildet auch die Work-Life Balance, die in Deutschland immer wichtiger wird (siehe nächster Beitrag). Der Wettbewerb wird regelmäßig durchgeführt. Im Bereich für ganz Deutschland belegt dieses Unternehmen nach einer Umfrage übrigens Platz drei. Wir gratulieren den Kollegen aus NRW.

Die Work-Life Balance wird für Arbeitnehmer immer wichtiger

Das Marktforschungsinstitut Toluna hat eine Umfrage bei über 1.000 Arbeitnehmern durchgeführt, die den Trend der letzten Jahre deutlich bestätigt. Waren es im letzten Jahr noch 49 Prozent der Befragten, die sich für die Möglichkeit einer Viertagewoche aussprachen, erreichte der Wert im Jahr 2019 bereits die 55 Prozent Marke. Dafür sind die Beschäftigten auch bereit, entsprechende Lohneinbußen hinzunehmen. Immer mehr Unternehmen gehen in ihren Arbeitsbedingungen und Arbeitsverträgen bereits auf solche Fragen ein. Dazu gehören auch die Möglichkeiten für ein Sabbatical, also eine zeitlich befristete Auszeit zur eigenen Weiterentwicklung, ausgedehnten Reisen oder für die Beschäftigung mit dem Nachwuchs.

Bei den weiteren abgefragten Punkte zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit entschieden sich 46 Prozent für das gute Verhältnis zu den Kollegen und 34 Prozent sprachen sich für die Gleitzeit und die Möglichkeit eines Arbeitszeitkontos aus. Ein wichtiger Hinweis für viele Arbeitgeber (auch für uns) klingt fast wie ein Scherz. Guter Kaffee auf der Arbeit wirkt demnach für 26 Prozent der Befragten besonders motivierend. Damit ist dieser Punkt noch wichtiger als die Teamarbeit, für die sich nur 24 Prozent entschieden. Doch auch, wenn sich 55 Prozent für einen größeren Freizeitanteil aussprechen und viele Firmen sich bemühen, darauf einzugehen – derzeit besteht für viele Arbeitnehmer die beste Möglichkeit zu einer selbst geplanten Work-Life-Balance immer noch in der Zeitarbeit.

Zeitarbeit und ausländische Arbeitnehmer für die Pflege

Die dramatische Situation in vielen Pflegeeinrichtungen ist nach wie vor ein zunehmendes Problem. Laut einer Umfrage melden 60 Prozent der Pflegeeinrichtungen eine Unterbesetzung bei den Fachkräften. Durchschnittlich gerechnet sind es pro Pflegeeinrichtung sechs Stellen, die nicht besetzt werden können. Diese alarmierenden Zahlen werden noch ansteigen, wenn nicht wirksam gegengesteuert wird. Das liegt nicht nur an der Zunahme der Pflegebedürftigen, sondern vor allem auch am Stressfaktor für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Fehlen der Kollegen macht sich in zahllosen Überstunden und häufigen Schichtdiensten bemerkbar und führt zu mehr Teilzeitarbeit oder gleich der Kündigung. In ganz Deutschland sind es derzeit rund 38.000 Stellen, die nicht besetzt werden können. Als Lösung müssen diese Einrichtungen vor allem auf Mitarbeiter aus der Zeitarbeit und aus dem Ausland zurückgreifen. Dabei wird für die Beschäftigten aus der Zeitarbeit auch schon einmal tiefer in die Tasche gegriffen.

Da tatsächlich nur 22 Prozent der in der Kranken- und Altenpflege Beschäftigten mit Tarifverträgen arbeiten, liegt das Lohnniveau häufig in einem verhältnismäßig niedrigen Bereich. Doch eine generell höhere Bezahlung wäre zwar wünschenswert, ist aber für viele Einrichtungen nicht zu realisieren. Viele Pflegekräfte werden daher aus Osteuropa zur Arbeit in Deutschland eingesetzt, die inzwischen in mehr als 70 Prozent der Heime zum festen Bestandteil der Belegschaft gehören. Bis zum Jahr 2023 plant die Bundesregierung eine Zunahme der Auszubildenden im Bereich der Krankenpflege um 10 Prozent. Das dürfte allerdings eher ein Tropfen auf dem heißen Stein bleiben. Viele Pflegerinnen und Pfleger entscheiden sich für den Wechsel in die Zeitarbeit, wo sie gute Bedingungen erhalten und immer mal wieder eine Auszeit nehmen können.

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