Neues aus der Welt der Zeitarbeit

Wenn wir uns in unseren letzten Newsbeiträgen hauptsächlich mit den Möglichkeiten und Motiven der Menschen beschäftigt haben, die bei der hkw personalkonzepte einen neuen Weg der Beschäftigung antreten, wollen wir in diesem Beitrag einmal mehr eine Lanze für die Zeitarbeit als wichtigen Bestandteil des Arbeitsmarktes brechen.

  • Die Vorteile eines regionalen Anbieters für Zeitarbeit
  • Gesetzliche Neuerungen für die Zeitarbeit
  • Alte Vorurteile gegen die Zeitarbeit deutlich widerlegen
  • Reelle Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
  • Klarstellung bei falschen Annahmen zu den Lohnunterschieden
  • Nachteile der gesetzlichen Regelungen zur Zeitarbeit
  • Positive Nachrichten für die Zeitarbeit

Die Vorteile eines regionalen Anbieters für Zeitarbeit

Als regional arbeitender Personaldienstleister mit dem Schwerpunkt auf mittelständische Unternehmen in Oberbayern und Süddeutschland gehört die hkw personalkonzepte in München seit über 35 Jahren zu den bekanntesten Anbietern für die Zeitarbeit. Es ist ein ehernes Prinzip für die Firma und alle unsere Fachkräfte, dass es unsere Mitarbeiter sind, die einen solchen langjährigen Erfolg überhaupt erst ermöglichen. Daher setzen wir im Umgang mit den Bewerbern und unseren festangestellten Kräften stets auf Fairness und Respekt. Dazu gehört eine überdurchschnittliche Bezahlung genauso wie eine gute Beratung und Unterstützung bei ihrem beruflichen Vorwärtskommen. Das führt natürlich auch zu Vorteilen für unsere Auftraggeber aus den gewerblich-technischen und kaufmännischen Branchen. Eine große Einsatzbereitschaft und eine gute und offene Zusammenarbeit mit den Teams vor Ort sind eben keine Selbstverständlichkeit, wenn man sich als neuer und temporärer Mitarbeiter des Personaldienstleister schnell in die Aufgaben und Herausforderungen bei einem neuen Unternehmen einzuarbeiten hat. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine gute Vorbereitung und Förderung unsere Mitarbeiter ganz anders befähigt.

Gesetzliche Neuerungen für die Zeitarbeit

In den letzten Jahren hat es viele Bemühungen des Gesetzgebers wie auch des Großteils der Personaldienstleister gegeben, die Situation der Beschäftigten in der Zeitarbeit durch neue gesetzliche Bestimmungen und verpflichtende Regelungen der Verbände der Zeitarbeit zu verbessern. Obwohl einige dieser Ansätze für uns schon lange vorher zur Normalität gehörten, begrüßen wir es nachdrücklich, dass es Rahmenrichtlinien gibt, an die sich alle Vertreter unserer Zunft zu halten haben. Dazu haben die großen Verbände der Personaldienstleister auch ethische Richtlinien verfasst, auf die sich alle Mitglieder der Verbände verpflichten müssen. Damit ergibt sich eine klare Trennung von denjenigen Unternehmen, denen es nicht auch um das Wohl ihrer Mitarbeiter geht. Nicht alle gesetzlichen Veränderungen haben sich jedoch für die Arbeitnehmer in der Zeitarbeit so positiv ausgewirkt wie beabsichtigt. Immer noch gibt es Stimmen aus der Politik und den Medien, die die unbestreitbaren Vorteile der Zeitarbeit für Arbeitnehmer und Unternehmen in Abrede stellen wollen. Hier haben wir ein paar Informationen aus den letzten Wochen gesammelt, über die wir Ihnen in unseren News berichten.

Alte Vorurteile gegen die Zeitarbeit deutlich widerlegen

Nachdem eine Politikerin aus Thüringen kürzlich ihre Meinung zur Zeitarbeit öffentlich gemacht hatte, hat sogar der Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister e.V. (BAP), Thomas Hetz, sehr deutlich seine Meinung ausgedrückt. Die Äußerung der Politikerin hatte in dem Satz gegipfelt, dass die Wirtschaft in Deutschland endlich lernen müsse, dass sie auf Dauer keine guten Leute über die Leiharbeit bekomme. Diese Aussage darf so nicht unwidersprochen stehen bleiben. Herr Hetz sprach denn auch von einem Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter, die überall im Land ausgezeichnete Arbeit leisten würden. Auch die Politik müsse endlich aufhören, die Arbeitskräfte aus der Zeitarbeit als “Opfer” zu betrachten. Ebenso widerlegt sei ihre ebenfalls geäußerte Ansicht, dass die Zeitarbeit keine Brücke für die Beschäftigten in Unternehmen sei. Auch ohne die eindeutigen Statistiken zu Rate zu ziehen, können wir von der hkw personalkonzepte die Meinung des Herrn Hetz aus reiner Erfahrung bestätigen. Ein guter Teil unserer Bewerber sieht die Mitarbeit in unserem Unternehmen nicht als Notnagel an, sondern erarbeitet sich damit

  • neue und wirksame Chancen für den Wiedereinstieg ins Berufsleben
  • umfassende Kenntnisse für die Arbeitsmethoden in der eigenen Branche
  • einen Überblick über typische Unternehmen in der Region
  • eine freie Einteilung der Lebens- und Arbeitszeit

Reelle Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Unsere Erfahrungen werden, wie gesagt, durch klare Zahlen aus dem Arbeitsmarkt gestärkt. Tatsächlich finden gerade viele der Menschen, die längere Zeit arbeitslos waren, durch die Zeitarbeit eine reelle Chance zum Anschluss an den Arbeitsmarkt. 65% der Mitarbeiter von Personaldienstleistern, die aus der Arbeitslosigkeit kamen, waren 12 Monate nach der Arbeitsaufnahme immer noch sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Diese Zahlen kann keine andere Branche oder politische Initiative auch nur annähernd vorweisen. 42% dieses Personenkreises fand nach sechs oder 12 Monaten vielmehr eine Anstellung bei einem anderen Arbeitgeber aus einer anderen Branche außerhalb der Zeitarbeit. Damit darf man tatsächlich das Schlagwort von der Zeitarbeit als Integrationsmotor des Arbeitsmarktes verwenden. Das gilt auch für einen weiteren sehr wichtigen Aspekt des Arbeitsmarktes. Die Zeitarbeit spielt eine wesentliche Rolle bei der Beschäftigung, Einarbeitung und Qualifizierung der großen Zahl von Migranten aus den letzten Jahren. Laut den Zahlen finden etwa die Hälfte derjenigen, die sozialversicherungspflichtig arbeiten dürfen, über die Zeitarbeit den Weg in ein geregeltes Berufsleben.

Klarstellung bei falschen Annahmen zu den Lohnunterschieden

Zu diesen Nachrichten passt eine Untersuchung, die von der Bundesagentur in Arbeit in Auftrag gegeben wurde. In dieser erstmals durchgeführten umfassenden Analyse der tatsächlichen Lohnunterschiede zwischen den Beschäftigten der Zeitarbeit und den Stammangestellten bei den Auftraggebern und anderen Arbeitgebern treten klare Ergebnisse zum Vorschein. Nach wie vor werden in den Medien die althergebrachten pauschalen Vergleiche der durchschnittlichen Einkommen veröffentlicht, die jedoch keine tatsächliche Aussagekraft besitzen. Denn beim Vergleich der Entgeltstrukturen dieser beiden Gruppen könne man eben nicht so pauschal vorgehen, beweist die Studie.  Der bisher vorgenommene pauschale Vergleich ergibt für das Jahr 2017, dass Mitarbeiter der Zeitarbeit nur 58% des Einkommens vergleichbarer Angestellter der Unternehmen erzielen würden. Die Agentur für Arbeit errechnet aber ganz andere Werte. Bereinigt von den strukturellen Unterschieden ergibt sich für die Mitarbeiter ein Wert von mehr als 80% des Einkommens. Aber auch dieser Wert dürfte noch nicht ganz der Realität entsprechen. Denn dabei bleiben immer noch  Unterschiede unberücksichtigt, die wesentliche Merkmale der Zeitarbeit ausmachen. Denn die Mitarbeiter aus der Zeitarbeit weisen häufig eben eine andere Berufsgeschichte auf als die Festangestellten eines Unternehmens, deren Vorteile sich in ganz spezifischen Berufs- und Fachkenntnissen äußern. Diese Erfahrungen machen sich auch auf dem Gehaltszettel bemerkbar.

Nachteile der gesetzlichen Regelungen zur Zeitarbeit

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die tatsächliche Dauer, die einer unserer Mitarbeiter tatsächlich für einen Auftraggeber tätig ist. Hier wirkt sich eine der gesetzlichen Bestimmungen aus, die der Gesetzgeber eigentlich eingeführt hatte, um die Lage in der Zeitarbeit zu verbessern. Leider ist in vielen Fällen das Gegenteil der Fall. Im Zuge der Bemühungen um ein “Equal Pay”, also der finanziellen Gleichstellung der Arbeitnehmer aus der Zeitarbeit, sind schon zwei wichtige Neuerungen beschlossen worden. Als Personaldienstleister begrüßen wir den Gedanken des “Equal Pay”, weil er endlich mit dem Vorurteil aufräumt, die Zeitarbeit würde “zu prekären” Arbeitsverhältnissen führen, die nahe an der Ausbeutung lägen. Zu diesen zwei wichtigen Neuerungen gehört heute, dass ein Arbeitnehmer, wenn er neun Monate beim gleichen Auftraggeber gearbeitet hat, das gleiche Einkommen erzielen soll wie ein vergleichbar Beschäftigter. Das ist vorteilhaft und sogar in gewisser Weise nur fair, denn eine Einarbeitungszeit gibt es schließlich in jedem Beruf und bei jeder neuen Tätigkeit. So steigt denn auch das Einkommen in dreimonatigen Schritten an. Gleichzeitig hat der Gesetzgeber jedoch eine Bestimmung erlassen, dass Mitarbeiter aus der Zeitarbeit nur noch höchstens 18 Monate beim gleichen Auftraggeber eingesetzt werden dürfen. Die Idee dahinter besteht darin, den dauerhaften Einsatz von Mitarbeitern aus der Zeitarbeit zum Nachteil der Stammangestellten zu verhindern. Tatsächlich ergibt sich allerdings folgendes Bild.

  • Viele Projekte und Aufträge ziehen sich heute über einen längeren Zeitraum hin.
  • Das gleiche gilt für die Elternzeit.
  • Gut eingearbeitete und gleich gut verdienende Kräfte müssen aber nach 18 Monate den Job aufgeben und neue Mitarbeiter mühsam eingelernt werden.
  • Noch wichtiger: Die Fachkräfte aus der Zeitarbeit müssen bei einem anderen Auftraggeber neu anfangen und sind während der ersten neun Monate mit klaren Gehaltseinbußen konfrontiert.

Abgesehen vom drastisch erhöhten Aufwand für die Personaldienstleister, die auftraggebenden Unternehmen und vor allem für unsere Mitarbeiter ist es auch der letzte Punkt, der zum Unterschied zwischen den Einkommen der “Zeitarbeiter” und der “normalen” Beschäftigten beitragen dürfte. Die bisherigen Bemühungen der Verbände gegen diese Regelung sogar per Petitionsweg vorzugehen, sind leider nicht erfolgreich gewesen.

Positive Nachrichten für die Zeitarbeit

Natürlich gibt es auch positive Nachrichten. Wie in den Tarifverträgen mit dem DGB ausgehandelt, gibt es für die ersten beiden Entgeltgruppen im Osten bereits seit dem 1.1.2019, für alle anderen Entgeltgruppen auch im Westen zum 1.4.2019, tarifliche Lohnsteigerungen. Im Schnitt erhalten dann die Beschäftigten aller Entgeltgruppen mehr als 3% mehr Geld. Zur Erinnerung: Die neun Entgeltgruppen in der Zeitarbeit dienen als Grundlage für die Bemessung des Einkommens auch ohne dass man in einem Einsatz beschäftigt ist. Dabei wird die Einteilung nach den jeweiligen Anforderungen des Jobs vorgenommen, für den der Beschäftigte seinen Anstellungsvertrag erhalten hat. Ändert sich die Tätigkeit beim nächsten Auftrag, kann sich dementsprechend auch eine höhere Entgeltgruppe ergeben. In der ersten Gruppe für einfachste Arbeiten ohne lange Einarbeitung liegt das Grundentgelt dann bei € 9,79 pro Stunde. Dieses Entgelt steigt mit jeder höheren Entgeltgruppe natürlich an. Dazu kommen tariflich beim Auftraggeber vereinbarte Zuschüsse und natürlich die dreimonatigen Lohnerhöhungen. Wir fügen an dieser Stelle auch hinzu, dass die hkw seit jeher übertariflich bezahlt, eine Folge unseres Verständnisses als verantwortungsvoller Arbeitgeber.

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