Neue Fähigkeiten mit der Zeitarbeit (Lernen Teil 3)

Wenn Sie sich als „Newcomer“ mit der Zeitarbeit beschäftigen, gibt es wie mit jedem neuen Thema viel zu lernen. Das gilt für allgemeine Themen der Zeitarbeit genauso wie für die vielen Vereinbarungen, Regeln und Vorschriften, mit denen sich die Personaldienstleister täglich beschäftigen.

Wir hatten uns in den letzten zwei News-Beiträgen hier bei der hkw Personalkonzepte ausgiebig mit dem Thema Lernen beschäftigt. Wer schnell und sicher lernen kann, ist bei nahezu jedem Thema des Lebens im Vorteil. Gerade für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Unternehmen der Zeitarbeit spielt das Lernen eine besondere Rolle, da sie sich ja von Zeit zu Zeit in eine völlig neue Umgebung einfinden müssen. Da gilt es nicht nur, die jeweiligen neuen Aufgaben schnell zu erfassen.

Als Anfänger der Zeitarbeit in einem Betrieb

Je nach Ihrer Tätigkeit kommen mit den neuen Aufgaben mehr oder weniger große Herausforderungen auf Sie zu, mit deren Beherrschung Sie in der ersten Zeit gut ausgelastet sein werden. Natürlich sind die Arbeitgeber darauf vorbereitet und stellen Ihnen im Normalfall jemanden an die Seite. Manchmal kann das ein Kollege sein, manchmal wird sich die Führungskraft persönlich kümmern. Häufig gehören Sie mit den neuen Aufgaben aber auch in ein Team, in dem alle zusammen arbeiten. Nur damit ist es ja noch nicht genug. In jeder Firma gibt es eigene Abläufe, Prozesse und Strukturen. Auch gibt es meist firmentypische Arten von Software, mit der kommuniziert wird, über die die Zeiterfassung läuft oder mit der Abrechnungen erfolgen. In manchen Firmen existieren längst ganze Broschüren und Anleitungen für neue Mitarbeiter, damit sie sich möglichst schnell zurechtfinden. Bei anderen Arbeitgebern müssen all diese formalen Bestandteile der Firmenkultur langsam und Schritt für Schritt gelernt werden. Gut, wenn Sie sich bereits erfolgreich für sich funktionierende Lernkonzepte zurechtgelegt haben. Falls nicht oder nicht so ganz ausreichend, haben wir für Sie diese kleine Serie an Beiträgen verfasst, mit denen das Lernen in der Zeitarbeit für Sie erleichtert werden sollte.

Wenn man das Lernen lernen kann

Haben Sie die beiden letzten News-Beiträge über das Lernen in der Zeitarbeit gelesen? Fassen wir die Ergebnisse noch einmal kurz zusammen. Dieses kurze schriftliche Zusammenfassen eines gelesenen Textes ist übrigens eine höchst bewährte Lernstütze, die Sie auf jeden Fall für sich nutzen können.

Der erste Teil hatte sich mit folgenden Themen befasst.

  • Warum nehmen die Menschen heute eine Tätigkeit in der Zeitarbeit auf?
    Nur noch 1/3 der Befragten suchen damit eine Überbrückung. 2/3 der Befragten erwarten sich eine größere zeitliche Autonomie bzw. möchten über das „Learning on the job“ ihre Fähigkeiten bewusst erweitern.
  • Was gibt es in der Zeitarbeit zu lernen und wie geschieht das?
    Neben den Aufgaben erwartet Sie eine neue Umgebung, viele neue Kollegen und viele typische Gebräuche. Manches lernen Sie „in Ruhe“ zum Beispiel den neuen Organisationsplan, manches lernen Sie „im Tun“ also während Sie es tatsächlich machen.
  • Gibt es typische Arten des Lernens?
    Ja, die meisten Menschen haben sich bewusst oder nicht auf ein oder zwei der vier Arten spezialisiert. Es gibt visuelles, auditives, haptisches (emotionales) und kommunikatives Lernen. Dazu kommt das Lernen „im Tun“ und „in der Ruhe“.
  • Wie lernt das Hirn am besten?
    Ein einzelner Fakt kann ziemlich verloren in Ihrem Hirn kreisen. Erst, wenn Sie ihn mit vielen anderen Faktoren verknüpfen, wissen Sie, wo er hingehört und wie Sie ihn wiederfinden. Sie müssen Assoziationen bilden – also Zusammenhänge herstellen. Je nach Typ geht das auf unterschiedliche Weise. Am schnellsten lernt man, wenn man es direkt für die Aufgabe braucht und sofort einsetzt.

Im zweiten Teil ging es darum, wie Sie am besten für sich lernen.

  • Was sind die größten Hindernisse für ein schnelles und befreites Lernen?
    Festsitzende Konzepte und negative Glaubenssätze können sich sehr hinderlich auswirken. Man wird es schwer haben etwas über die Zeitarbeit zu lernen, wenn man ohne die Fakten zu kennen automatisch annimmt, dass die Zeitarbeit negativ zu bewerten ist. Ebenfalls glauben viele Menschen fest daran, Sie könnten nicht gescheit lernen, obwohl mit sie mit dem Sprechen und Laufen schon wesentlich komplexere Vorgänge gelernt haben.
  • Zu welchem Lerntyp kann ich mich zählen und wie kann ich das nutzen?
    Für jeden der Lerntypen gibt es Hinweise, wie er Lerninhalte derart mit bereits bekannten Fakten verknüpft, dass sie besser haften bleiben. Der eine stellt sich ein Bild zum Fakt vor, der andere merkt sich eine Stimme. Der dritte bewegt sich beim Lernen und der vierte erklärt es jemanden oder zur Not sich selbst.

Erfolgreiche Lernmethoden

Das Internet ist gefüllt mit allerlei Methoden und Kniffen, wie man große Mengen an Stoff schnell und gut lernen kann. Damit sind natürlich vor allen Dingen Schüler, Auszubildende und Studenten beschäftigt. Häufig genug kommt es vor einer Prüfung zu einer leichten Panik, weil man während der normalen Unterrichtszeit wenig bis gar nichts gelernt hat oder weil die Stoffmenge tatsächlich riesig ist. Gleichzeitig wirkt eine Prüfung aber auch schon fast automatisch als ein guter Lerngrund. Endlich weiß man, wozu man den häufig recht trockenen Stoff aus der Theorie braucht – für die Prüfung nämlich. Das hört sich selbstverständlich an, doch es beinhaltet eine wichtige Lerngrundlage.

Stellen Sie den großen Zusammenhang her

Sie erinnern sich, Lernen heißt eigentlich verknüpfen oder assoziieren. Am schnellsten lernt man, wenn man das Gelernte sofort brauchen kann und einsetzen muss. Denn da besteht schon der Zusammenhang und ganz automatisch verknüpft man die Lerninhalte mit verschiedenen Handlungen und Sinnesorganen. Das ist wie mit der Bedienungsanleitung. Kaum jemand lernt oder versteht eine Bedienungsanleitung, wenn er damit nicht direkt am TV sitzt und das Fußballspiel in 20 Minuten anfängt. Wer etwas zu lernen hat, dass er nicht sofort umsetzen oder anwenden kann, tut sich manchmal schwer. Dann lohnt es sich in jedem Fall, wenn Sie sich eine Situation vorstellen, in der Sie das Gelernte einsetzen müssen. Machen Sie das natürlich Ihrem Lerntyp entsprechend. Nehmen Sie sich ruhig etwas Zeit dafür. Das sind gut investierte 10 Minuten, wenn Sie dann später zum Lernen nur die halbe Zeit brauchen. Denn wenn Sie die Situation, also den großen Zusammenhang im Hinterkopf haben (sehen, hören, fühlen, jemanden erklären), verknüpft Ihr Hirn die Lerninhalte praktisch wie von selbst. Dieses Vorgehen ist praktisch das Gegenteil dessen, was manche Mitmenschen erfolgreich vom Lernen abhält. Sie stellen sich nämlich in ihrer Angst vor, was alles passiert, wenn sie nichts gelernt haben.

Bringen Sie die Lerninhalte in Ihre eigene Form

Unter all den vielen Techniken, die man zum besseren Lernen anwenden soll, finden sich immer wieder folgende und viele weitere Tipps

  • Wiederholung des Stoffs durch erneutes Lesen oder sich laut Vorlesen
  • Zusammenfassen der Lerninhalte in eigenen Worten gesprochen oder gelesen
  • Eselsbrücken bilden, die aus Bildern, Gefühlen oder anderen Begriffen bestehen
  • Bilder oder Geschichten für den Lernstoff erfinden
  • Lernpausen einlegen, damit sich die Lerninhalte setzen können
  • Bilden von Lerngruppen, Diskussionsrunden
  • Öfter einmal neue Lernumgebungen suchen
  • Sich eine Route mit Lerninhalten ausdenken
  • Sich ein Symbolsystem für Lerninhalte ausdenken

Sie sehen schon, dass da allerhand zusammenkommt. Wenn man sich die einzelnen Punkte anschaut, merkt man auch, dass sie verschiedene Lerntypen ansprechen. Welche dieser Tipps und Methoden käme in welcher Form für Sie in Betracht? Wichtig für Sie ist, dass Sie die Lerninhalte in die Form umsetzen, die am besten für Sie passt. Dabei ist dieses Vorgehen schon ein wichtiger Bestandteil des Lernens. Wenn die Stoffmenge groß ist, lohnt sich auch hier der Aufwand. Wie würden Sie die Lerninhalte umgestalten müssen, damit Sie sie leicht lernen können? Wenn Sie sich mit diesem Gedanken und dieser Aufgabe noch einmal gründlich an den Lernstoff machen, lernen Sie schon bei der Umsetzung der Lerninhalte eine ganze Menge.

Ein Beispiel für die eigene Form des Lernens

Denken wir uns ein Beispiel aus. Nehmen wir an, Sie neigen zum kommunikativen Lerntyp. Sie lernen am besten, wenn Sie mit Freunden diskutieren oder wenn Sie jemanden etwas erklären. Das Hin und her im Gespräch regt Sie an, und Sie verknüpfen ganz automatisch. Jetzt wollen Sie in relativ kurzer Zeit einen Organisationsplan lernen, der aus mehreren Ebenen mit verschiedensten Personen und ihren Aufgaben besteht.

  • Wem könnten Sie die Inhalte dieses Organisationsplans erklären müssen?
  • Schauen Sie sich den Plan Ebene für Ebene genau an.
  • Wie und warum könnte man den Plan erläutern?
  • Was hätten die Zuhörer davon?
  • Was könnte man zu jeder Ebene sagen, damit das interessant für die Zuhörer wäre?
  • Wenn Sie mit all dem durch sind, legen Sie eine Pause ein, und machen etwas anderes.

Im nächsten Schritt erklären Sie der Person oder Gruppe in Ihrer Vorstellung alle Bestandteile und Zusammenhänge des Organisationsplans. Danach sollten Sie den Plan wirklich gut kennen.

Die Mindmap als Lerninstrument

Zum Abschluss unserer kleinen Reihe über das Lernen in und für die Zeitarbeit möchten wir Ihnen eine Methode vorstellen, die wirklich erstaunlich einfach funktioniert. Gleichzeitig bringt sie erhebliche Vorteile für alle Menschen mit sich, die viel Neues zu lernen haben.

Schneller lernen in der Zeitarbeit

Seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts hat sich die sogenannte Mindmap viele Freunde unter den Lernern und Vortragenden dieser Welt geschaffen. Wenn dieses nützliche Tool auch auf den ersten Blick nur die visuellen Lerner zu bevorteilen scheint, lassen sich mit einer Mindmap auch die drei anderen Typen sehr gut unterstützen. Die Mindmap unterstützt hirngerechtes Lernen, weil sie

  • Zusammenhänge auf einen Blick darstellt
  • Komplexes Planen massiv erleichtert
  • Einzelne Fakten schnell auffindbar macht
  • Große Mengen Lernstoff übersichtlich auf einer Seite darstellt
  • Ganze Vorträge bildlich zusammenfassen kann

Mindmaps am Rechner

Falls Sie gerne mit dem PC, Laptop oder Tablet hantieren, lassen sich verschiedene Mindmap Programme kostenlos herunterladen. Der Einsatz einer Mindmap am Rechner ist sogar noch einfacher als wenn man die Methode händisch einsetzt. Da wir hier keine Werbung machen möchten, empfehlen wir Ihnen einfach nach den Begriffen „Mindmap“ und „Download“ zu suchen, dann werden Sie fündig.

Wie geht es?

Hier eine kurze Anleitung, mit der Sie eigentlich schon alles erfahren. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier, suchen Sie sich ein komplexes Thema aus, und stellen Sie es zusammenfassend vor. Sie werden vermutlich dankend abwinken. Dabei ist das mit einer Mindmap gar nicht so schwer. Zeichnen Sie einen Kreis von vielleicht drei Zentimeter Durchmesser in die Mitte des Blattes. Da hinein schreiben Sie den Titel des Themas, zum Beispiel „Lernen“. Jetzt geht es darum, von diesem Kreis aus die Unterthemen zu finden, die das Thema Lernen aus dieser kleinen Reihe von News-Beiträgen ausmachen. Jedes Mal, wenn sich so ein Unterthema ergibt, ziehen wir eine Linie vom Kreis weg, anderen Ende wir einen etwas kleineren Kreis zeichnen. Dort hinein schreiben wir den Namen des Unterthemas. Diese Linien entfernen sich sternförmig vom Zentralthema, so dass langsam ein Kreis von weiteren Kreisen entsteht. Achten Sie darauf, dass Sie nicht weniger als drei Unterthemen finden, aber auch nicht mehr als sieben. Wenn Sie zu wenige haben, müssen Sie das Zentralthema besser aufteilen. Wenn Sie zu viele haben, müssen Sie die Unterthemen besser zusammenfassen. Alle diese Unterthemen sollten etwa den gleichen Grad an Abstraktion ausdrücken. Bei einem Hauptthema wie „Die Küche Deutschlands“ macht es wenig Sinn, wenn das eine Unterthema „Die bayerische Küche“ lautet und das nächste Unterthema in dieser Reihe „Der Nachtisch“.

Die Unterthemen aufteilen

Wenn Sie alle wichtigen Unterthemen gefunden haben, nehmen Sie sich nacheinander die Unterthemen vor. Auch diese werden in die Themen aufgeteilt, die das jeweilige Unterthema ausmachen. Das kann jetzt mit weiteren kleinen Kreisen geschehen oder mit Linien, die unter die Kreise gezeichnet werden. Als Beispiel lassen sich bei kleineren Lehrbüchern die Unterthemen häufig aus den Kapiteln bilden. Die Themen der Unterthemen stellen dann schlagwortartige Zusammenfassungen der Kapitel dar. Wenn man sich bei der Zusammenstellung irrt oder noch einiges ändern will, muss man die Zeichnung meist neu anfertigen. Das ist mit der Software leichter. Hier kann man auch ganze Inhalte greifen und zum Beispiel zu einem anderen Kreis ziehen.

Als Beispiel das Thema Lernen

Für unsere Reihe von News-Beiträgen sieht das dann etwa so aus wie in unserer Abbildung. Natürlich muss man diese Art zu denken, zu zeichnen und zu lernen ein wenig üben. Aber allein die Erstellung einer Mindmap wird Sie sehr darin unterstützen, Ihr ganzes Stoffgebiet sicher und schnell zu erlernen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg damit.

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