Mindestlohn in der Zeitarbeit

Als Personaldienstleister in München stellt die hkw wie jeder Arbeitgeber natürlich Ansprüche an die Mitarbeiter. Diese ergeben sich meist aus den Tätigkeiten und Jobs, in denen die Mitarbeiter beschäftigt sind. Genauso allerdings stellt die hkw Ansprüche an sich selbst als Arbeitgeber.

Dazu gehören an allererster Stelle die Richtlinien und Werte nach denen wir unser Geschäft betreiben. Ganz zuoberst finden wir dabei den wertschätzenden Umgang mit unseren Mitarbeitern. Die Mitarbeiter, die bei uns ein unbefristetes Vertragsverhältnis eingehen und meist sehr gute und oft anspruchsvolle Arbeit leisten, stellen unser größtes Kapital dar. Was wäre ein Personaldienstleister ohne die Kolleginnen und Kollegen, die draußen bei den Auftraggebern tätig sind. Zum Umgang mit unseren Mitarbeitern gehört deshalb

  • Eine meist übertarifliche Vergütung
  • Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld
  • Fahrtkostenerstattung
  • Betriebliche Altersvorsorge und einen Mitarbeiter-Bonus
  • Eine durchgängige persönliche Betreuung auch bei Problemen
  • Gegebenenfalls eine Unterstützung beim Erlernen der Sprache
  • Unterstützung bei dem Übergang in ein klassisches Arbeitsverhältnis bei einem unserer Auftraggeber
  • Weiterbildungsmaßnahmen und Vor-Ort-Qualifizierung direkt beim Auftraggeber

Damit stellt sich die Frage nach dem Mindestlohn in der Zeitarbeit bei der hkw eigentlich nicht. Dennoch besteht vor allem nach den Änderungen Anfang des Jahres 2018 immer wieder Unklarheit bei unseren Bewerbern. Deshalb wollen wir heute an dieser Stelle einmal mehr auf die Frage nach dem Mindestlohn in der Zeitarbeit eingehen. Grundsätzlich liegt der Mindestlohn in der Zeitarbeit seit dem 1.4.2018 bei € 9,49 im Westen und € 9,27 im Osten Deutschlands. Die Angleichung des Mindestlohns wird schrittweise weiterbetrieben. Der gesetzliche Mindestlohn muss aber nicht notwendigerweise Gültigkeit für den Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma haben. Die meisten Zeitarbeitsfirmen sind einem Rahmen-Tarifvertrag beigetreten, den die großen Verbände der Zeitarbeit mit dem DGB ausgehandelt und vereinbart haben. Damit gelten für die Mitarbeiter aus der Zeitarbeit diejenigen Bestimmungen, die für ihren Einsatz in den Tarifverträgen der Gewerkschaften der einzelnen Branchen festgelegt wurden. Diese eigenen Bestimmungen dürfen aber die Mitarbeiter in der Zeitarbeit nicht schlechter stellen als sich aus dem gesetzlich festgelegten Mindestlohn ergibt. Aber das ist noch nicht alles.

Mindestlohn in der Zeitarbeit? Wie setzt sich denn die Höhe der Vergütung zusammen?

Die eigentliche Höhe Ihrer Vergütung richtet sich nach einigen Kriterien. Dazu gehört zum einen die Entgeltstufe, der Sie nach Ihrer beruflichen Qualifikation und der Art Ihrer Tätigkeit zugeteilt werden. Zwischen dem DGB und dem Interessenverband der deutschen Zeitarbeitsunternehmen sind neun Entgeltgruppen vereinbart worden. Für jede dieser Entgeltgruppen gelten eigene Mindestsätze. Die Entgeltgruppe entscheidet über das Grundgehalt, das Sie von dem Personaldienstleister erhalten, mit dem Sie Ihren Arbeitsvertrag abgeschlossen haben. Dieses Grundgehalt erhalten Sie auch in solchen Phasen, in denen Sie nicht für ein entleihendes Unternehmen tätig sind. In den Phasen Ihres Einsatzes ändert sich Ihre Vergütung dann je nach Tätigkeit und geltendem Tarifvertrag. Hier werden dann bestimmte Zuschläge fällig, die in den einzelnen Branchen unterschiedlich hoch ausfallen. Mit der Dauer Ihres Einsatzes steigt jedoch auch Ihre Vergütung, bis sie nach spätestens 15 Monaten die gleiche Höhe erreicht haben muss, wie es einem der Stamm-Mitarbeiter in einer vergleichbaren Tätigkeit und Qualifikation entspricht. Dieser Gleichstellungsgrundsatz aus dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz gilt über alle Tarifgrenzen hinweg. Zusätzlich haben Sie natürlich auch Anrecht auf die Zuschläge, die sich beispielsweise aus Nacht- oder Wochenendarbeit ergeben. Die genaue Höhe dieser Zuschläge wird allerdings wieder durch die Einzeltarife festgelegt.

Mindestlohn, Zuschläge, Entgeltgruppen

Sie haben Recht, wenn Sie meinen, dass diese Regelungen im Einzelfall ganz schön kompliziert werden können. Jedoch sind unsere Experten speziell geschult und dazu mit einer umfangreichen Software ausgerüstet, so dass wir für jede Branche, jede Entgeltgruppe und jeden Tarif die passenden Verträge abschließen können. In Ihrem Arbeitsvertrag finden Sie im Übrigen alle einzelnen Punkte genau aufgeführt, damit erst gar keine Unsicherheit entsteht. Vor jedem Vertragsabschluss erhalten Sie bei uns außerdem eine ausführliche Beratung. Sie sollen bei uns nicht nur angemessen verdienen, sondern auch zufrieden sein mit Ihren Arbeitsbedingungen. In Ihrem Arbeitsvertrag finden Sie also unter anderem:

  • Den Namen des Tarifvertrags, auf dessen Grundlage die Bezahlung geregelt wird
  • Die für Sie geltenden Entgeltgruppe, in die Sie eingruppiert sind
  • Die Höhe der Vergütung bzw. Ihren Stundenlohn
  • Die jeweils gültigen Zuschläge für die Branche und ggf. für Nachtschichten, Schichtarbeit oder Feiertagszuschläge
  • Die Art und Höhe der Fahrtkostenerstattung und ggf. Übernachtungskosten
  • Die Vereinbarungen zum Ausgleich der Überstunden über ein Arbeitszeitkonto oder entsprechende Regelungen

Wie wir eingangs geschrieben haben, sind Sie bei der hkw als Arbeitnehmer geschätzt. Sie werden mit unserem Angebot an Sie sicher zufrieden sein. Wenn Sie diesen Text jedoch lesen, obwohl Sie vielleicht nicht in München oder Bayern leben, sind Sie ja möglicherweise an einer Tätigkeit bei einem anderen Personaldienstleister interessiert. Doch gilt eben für jeden Personaldienstleister wie für jeden Tarifvertrag, in dessen Geltungsbereich Sie zum Einsatz kommen, dass Ihr Lohn unabhängig von den getroffenen Vereinbarungen nicht unter die Mindestlohn-Grenze sinken darf. Tatsächlich ist der ausgehandelte Mindestlohn in der Zeitarbeit inzwischen sogar in eine Rechtsverordnung übernommen worden. Damit gilt für jede Tätigkeit in der Zeitarbeit auch als Grundgehalt der vorhin genannte Mindestlohn in der Zeitarbeit, der den gesetzlichen Mindestlohn deutlich übersteigt.

Die Arbeitsbedingungen sind ebenfalls wichtig

Natürlich kann der Personaldienstleister sich stark für Sie einsetzen und Sie gut betreuen. Dennoch spielt natürlich eine große Rolle, wie die Arbeitsbedingungen bei dem Unternehmen aussehen, bei dem Sie zum Einsatz kommen. In jeder Firma herrschen eine eigene Art zu führen und ein typischer Umgang der Menschen miteinander. Wenn es in der einen Firma heißt „Nicht geschimpft ist gelobt genug“, kann es woanders genauso gut eine echte Feedbackkultur mit 360 Grad Beurteilung auch für die Führungskräfte geben. Hier zahlt es sich dann für Sie als Arbeitnehmer aus, wenn Sie sich bei einem Personaldienstleister bewerben, der sich in seinen Branchen und Firmengrößen gut auskennt, auf die er sich spezialisiert hat. Viele seiner Auftraggeber wird er von anderen Einsätzen her kennen und Ihnen nützliche und wichtige Hinweise geben können. In den letzten Monaten hört man aus der Presse jedoch häufig von einem Phänomen, das die ganze Sachlage mit der Arbeitnehmerüberlassung in ein anderes Licht rückt.

Mehr als Mindestlohn

Die Krise in den Pflegeberufen ist mittlerweile auch in der Politik ein wichtiges Thema geworden. Die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen sind oftmals hart. Das liegt zunächst einmal auch an den relativ bescheidenen Lohnverhältnissen, mit denen die Pflegekräfte auskommen müssen. Auch deswegen hat sich in den letzten Jahrzehnten die Zahl der Mitarbeiter insgesamt nicht erhöht, sondern vielerorts sogar verringert. Gleichzeitig steigen die Zahlen der Menschen, die pflegebedürftig werden. Zwar bemüht man sich inzwischen auch schon von offizieller Seite um die Mitarbeit und den Zuzug ausländischer Kolleginnen und Kollegen, jedoch klafft die Schere immer weiter auseinander. Schon im Normalfall ist die Arbeit in der Pflege nicht einfach, jedoch erhöht sich der Druck dramatisch, wenn an allen Ecken und Enden Kräfte fehlen. Die körperlichen und psychischen Belastungen führen dann auch zu einem Anstieg der Krankmeldungen, wodurch sich dann ein klassischer Teufelskreis bildet. In Folge streben immer mehr Krankenschwestern und Pfleger in die Zeitarbeit. Allein in den letzten zwei Jahren hat die Zahl der dort Beschäftigten um mehr als 30% zugenommen, Tendenz steigend.

Bessere Arbeitsbedingungen

Der Mangel an Arbeitskräften führt dazu, dass die Kolleginnen aus der Zeitarbeit überall willkommen sind, weil sie die nötige Entlastung bringen. Auch wenn die Kosten für die Krankenhäuser im Verhältnis zum Stammpersonal steigen, müssen sie nicht die harten Verhandlungen um Planstellen führen. Für die Pflegekräfte in der Zeitarbeit bringt diese Situation ebenfalls Vorteile. Laut Aussagen einiger befragter Personen sind das u.a.

  • Freiwillig gezahlte übertarifliche Bezüge durch die Personaldienstleister (wie bei hkw)
  • Bessere Einteilungsmöglichkeiten der eigenen Arbeitszeiten
  • Kein Einspringen mehr für kranke Kollegen, verlässliche Freizeitplanung
  • Wesentlich weniger Stressbelastung
  • Freundlicher Umgang der Stammkräfte mit den einspringenden Helfern
  • Unbefristete Arbeitsverträge beim Personaldienstleister gegenüber häufig nur befristeten Verträgen beim Krankenhaus
  • Vergrößerung der eigenen Kenntnisse während der ganz normalen Arbeitszeit&lt

Selbstverständlich sollte so ein Zustand nicht zur Dauereinrichtung werden, sonst könnte auf lange Sicht das Gesundheitssystem im Land nicht funktionieren. Aber für diejenigen, die jetzt mit etwas mehr Flexibilität und Unternehmungsgeist an die Situation herangehen, ergeben sich durch die Zeitarbeit Vorteile, die für sie wichtiger sind als die Frage nach einem angemessenen Mindestlohn in der Zeitarbeit. Abgesehen davon, dass sie eh mehr erhalten.

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