Erfolgreicher Abschluss zwischen der VGZ und dem DGB

Die jeweiligen Vertreter der Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit und des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben den Abschluss ihrer Tarifverhandlungen bekanntgegeben. Die Tarifentgelte im Osten und Westen Deutschlands steigen so kräftig an, dass der stellvertretende iGZ-Bundesvorsitzende Sven Kramer als Verhandlungsführer der Arbeitgeber in der Zeitarbeit vom Erreichen der Schmerzgrenze sprach.

Vorausgegangen waren allerdings weit drastischere Forderungen aus den Reihen des DGB, die von verschiedenen Einzelgewerkschaften als noch zu niedrig bezeichnet worden waren. Zumindest die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Zeitarbeit können zufrieden sein. Für die VGZ betonte der zweite Verhandlungsführer Uwe Beyer vom BAP, dass mit dem Verhandlungsergebnis jedenfalls ein Unsicherheitsfaktor für die nächsten drei Jahre vom Tisch sei. Damit ergäbe sich die Planungssicherheit, die die Personaldienstleister bei diesen bewegten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dringend bräuchten. Ein weiterer wesentlicher Fortschritt für alle Beteiligten ergibt sich aus der Angleichung der Tarifgebiete West und Ost, die sich bereits seit einigen Jahren hingezogen hat. Sie wird zum 1.4.2021 abgeschlossen sein und mit der Tarifanpassung zum 1.4.2022 erstmals gemeinschaftlich stattfinden. Hier geben wir Ihnen die Ergebnisse im Einzelnen bekannt.

Die Erhöhungen des Entgelts im Westen betragen:

1.04.2020 2,1%
1.04.2021 3,0%
1.04.2022 4,1%

Damit belaufen sich die Steigerungen über die drei Jahre zusammengerechnet auf knapp 9,5%. Für den Osten ergibt sich durch die Angleichung der bisher unterschiedlich hohen Entgeltwerte ein anderes Bild.

Die Erhöhungen des Entgelts im Osten betragen:

1.04.2020 2,31% in Entgeltstufe 1 und 3,0% in den Entgeltstufen 2 bis 9.
1.10.2020 2,2%
1.04.2021 7,1%
1.04.2022 4,1% (gemeinsam mit dem Westen)

Der neue Tarifabschluss sieht die ersten drei Monate des Jahres 2020 als sogenannte Nullmonate an, die keine Veränderung mit sich bringen. Der Tarifvertrag bleibt mindestens gültig bis zum 31.12.2022.

Verbesserungen im Urlaubsanspruch sowie im Weihnachts- und Urlaubsgeld

Damit jedoch nicht genug. In den Verhandlungen wurden weitere Vorteile für die Arbeitnehmer erzielt. In komplizierten Gesprächen, die am 18.12. erst nach einer 24-stündigen Sitzung beendet werden konnten, einigten sich die Tarifparteien zusätzlich auf Erhöhungen des Urlaubsanspruchs und beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Gerade diese von den Gewerkschaften geforderte Verbindung von Entgelt-, Zuschlags- und Urlaubszeit-Verhandlungen erhöhte den Komplexitätsgrad erheblich.

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