Die Akzeptanz der Zeitarbeit

In Deutschland sind rund 700.000 und übers Jahr verteilt etwa eine Million Menschen in der Zeitarbeit beschäftigt. Das entspricht knapp drei Prozent der arbeitenden Bevölkerung im Land. Für viele stellt die Zeitarbeit ein Sprungbrett in den ersten Arbeitsmarkt dar. Andere möchten eine mögliche Arbeitslosigkeit verhindern.

Viele schätzen die Flexibilität der Arbeitsbedingungen, andere verschaffen sich einen Überblick über die Branche, in der sie Karriere machen möchten. Dabei gehen die Meinungen über die Zeitarbeit als solche weit auseinander. Für manche Medien und Politiker ist die Zeitarbeit ein rotes Tuch, das sie regelmäßig zu Entrüstungsstürmen treibt. Viele Realpolitiker und seriöse Arbeitsmarktforscher sehen die Zeitarbeit dagegen als wichtiges Instrument zur Behebung mancher Engpässe sowohl für die Unternehmen wie auch für die Arbeitnehmer im Land. Doch wie ist die Akzeptanz verteilt? Wie denken die Menschen über die Zeitarbeit und lassen sich klare Unterschiede im Meinungsbild erkennen?

Eine repräsentative Umfrage in der Zeitarbeit

Eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Festangestellten, derzeit tätigen und ehemaligen Mitarbeitern der Zeitarbeit und Arbeitssuchenden ohne Erfahrungen mit der Zeitarbeit sollte jetzt Klarheit erbringen. Jeweils leicht unter 40% der Befragten waren zwischen 20 und 34 sowie 35 und 55 Jahre alt. Um die 23% waren älter als 55 Jahre. Etwa 40% hatten Abitur gemacht, weitere 25% sogar einen Studienabschluss vorzuweisen. Die Facharbeiter bildeten ein knappes Drittel der Befragten, und ca. 4% der Teilnehmer hatten keinerlei Abschluss.

Bei der Befragung stellte sich heraus, dass mit knapp 50% Akzeptanz die positive Zustimmung zur Zeitarbeit ausgerechnet unter den aktiven Zeitarbeitnehmern am höchsten ist. Von ihnen sind um die 80% mit ihrer Tätigkeit zufrieden. Bei den Festangestellten bekundeten 90% Zufriedenheit mit ihrem Job. Der Zeitarbeit stehen die Stammbeschäftigten in der Mehrheit neutral gegenüber, hier sehen nur 16,8% die Zeitarbeit positiv. Bei ehemaligen Mitarbeitern der Zeitarbeit liegt die positive Akzeptanz der Zeitarbeit bei 36%. Unter den Arbeitssuchenden liegt die negative Akzeptanz, also die Ablehnung der Zeitarbeit, bei knapp mehr als der Hälfte. Jedoch sind sich die meisten Teilnehmer der Studie einig, dass die Zeitarbeit eine gute Möglichkeit darstellt, wieder Anschluss an das Arbeitsleben zu finden. Diejenigen, die bereits aktive Erfahrung mit der Zeitarbeit gemacht haben, sehen die Zeitarbeit auch als Möglichkeit, die eigenen beruflichen Kenntnisse zu erweitern und die berufliche Weiterentwicklung zu fördern.

Warum entscheiden sich Arbeitnehmer für die Zeitarbeit?

Tatsächlich rangiert bei den Antworten auf diese Frage die Flexibilität der Arbeitsbedingungen noch oberhalb des Mangels an Alternativen auf dem restlichen Arbeitsmarkt. Die Möglichkeit der Übernahme in eine Festanstellung wird als weiterer Grund genannt, aber auch die Schärfung des eigenen Profils und eine Neuorientierung im Job motivieren die befragten Mitarbeiter aus der Zeitarbeit. Für sie finden sich in der Hauptsache drei Faktoren, die für die Zeitarbeitnehmer von Bedeutung sind. Dabei steht an erster Stelle die Möglichkeit des Wechsels bei Problemen. Die gute Integration in das Team des Kundenunternehmens ist fast ebenso wichtig, und die individuelle Karriereförderung liegt an dritter Stelle nur knapp dahinter (jeweils um die 30%). Für viele Befragte stellt die Zeitarbeit dementsprechend eine Zwischenlösung dar. Andere jedoch ziehen die Zeitarbeit einer Festanstellung vor. Sie betonen die Flexibilität. Im Gegensatz zu ehemaligen Zeitarbeitnehmern empfinden sich die heutigen Arbeitnehmer besser integriert als dies offensichtlich vor Jahren noch der Fall war.

Schlussfolgerungen

Zeitarbeit ist nicht mehr in der Hauptsache ein Arbeitsplatz für Menschen ohne Abschluss. Die Zustimmung zur Zeitarbeit und der Grad der Akzeptanz steigt an, je mehr man von der Zeitarbeit weiß. Dagegen herrscht bei Menschen ohne Erfahrung und interne Kenntnisse die Ablehnung vor. Die aktuell Beschäftigten erreichen tatsächlich einen fast ebenso hohen Grad an Zufriedenheit im Job wie die Festangestellten. Mitarbeiter aus der Zeitarbeit werden heute besser integriert als früher. Die Kundenunternehmen könnten allerdings noch mehr für die Zustimmung zur Zeitarbeit tun. Mit einem größeren Angebot zur Weiterbildung auch für die Beschäftigten aus der Zeitarbeit könnten sie ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern.

 

 

 

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