Der Ethik-Kodex des iGZ

Seit 2012 existiert ein sogenannter Ethik Kodex, den sich der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (iGZ) gegeben hat. Die Inhalte des Kodex haben den Zweck, ein faires Verhalten der Personaldienstleister gegenüber ihren Mitarbeitern und Kundenunternehmen sicherzustellen. Alle im Verband organisierten Mitglieder haben den Kodex unterzeichnet.


Damit verfolgt der iGZ außerdem die Absicht, mit einer wirksamen Öffentlichkeitsarbeit das Image der Zeitarbeit zu verbessern und einige der immer noch bestehenden Vorurteile aus der Welt zu schaffen. Das erweist sich schon deshalb als nötig, weil in Teilen sowohl der Presse, der Fernsehanstalten wie auch mancher Politiker das Interesse besteht, die Zeitarbeit als Ganzes zu verunglimpfen. Das geschieht insbesondere durch das Aufbauschen einzelner Fälle, in denen die leider in jeder Branche existenten schwarzen Schafe Fehlverhalten an den Tag gelegt haben. Eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit ist jedoch nur dann glaubhaft, wenn Worten auch Taten folgen.

Eine unabhängige Schlichtungsstelle für die Zeitarbeit

Der Ethik-Kodex sorgt neben seiner Aufgabe als Richtschnur für das Verhalten der Zeitarbeitsunternehmen im Verband, indirekt auch dafür, dass die vereinzelten schwarzen Schafe unter den Personaldienstleistern identifiziert, ermahnt oder ausgegrenzt werden. Die große Mehrheit der Personaldienstleister bemüht sich um ein faires und vertragsgerechtes Verhalten gegenüber den Mitarbeitern und Kunden. Dennoch kann es wie in allen größeren Organisationen zu Streitfällen kommen. Daher ist als wichtiger Bestandteil der Bemühungen um die Durchsetzung ethischen Verhaltens eine Schlichtungsstelle ins Leben gerufen worden. Diese “Kontakt- und Schlichtungsstelle” mit dem sinnigen Kürzel ”KuSS” arbeitet als Einrichtung unabhängig vom Verband und nimmt Beschwerden von Mitarbeitern und Kundenunternehmen entgegen. In einem kürzlich stattgefundenen Interview hat sich Torsten Oehlmann von der Schlichtungsstelle zu den Inhalten und den Ergebnissen der Arbeit geäußert.

Die Arbeit bei der KuSS

Jedes Jahr nimmt die Schlichtungsstelle etwa 300 Meldungen entgegen. Diese bestehen etwa zu gleichen Teilen aus Anfragen bezüglich einzelner und tiefergehenden Fragen der Zeitarbeit und tatsächlichen Beschwerden auf der anderen Seite. Diese stammen sowohl von Mitarbeitern wie von Kunden und beziehen sich auf konkretes Verhalten einzelner Personaldienstleister. Nach Sichtung der Beschwerde wird der jeweilige Personaldienstleister zur Abgabe einer Stellungnahme aufgefordert. In dieser Stellungnahme wird ein versehentliches oder situatives Fehlverhalten eingeräumt, eine irrtümliche Annahme des Beschwerdeführers aufgeklärt oder in Ausnahmefällen auch rundum zurückgewiesen. Oehlmann führt aus, dass tatsächlich in 95% der Fälle eine gütliche Einigung erreicht werden kann. In anderen Fällen zieht z.B. der Arbeitnehmer vors Arbeitsgericht, um den Fall dort klären zu lassen.

In wenigen Ausnahmen zeigt sich das betroffene Unternehmen jedoch manchmal auch uneinsichtig. Dann wird der Vorstand des iGZ informiert, damit er sich ein eigenes Bild machen kann und ggf. eine Entscheidung trifft. Diese kann durchaus darin bestehen, das betreffende Mitglied aus dem Verband auszuschließen. Diese Maßnahme ist natürlich nicht gerade dazu geeignet, den Ruf solch eines Unternehmers in der Zeitarbeit zu befördern, ganz im Gegenteil. Oehlmann zeigt sich überzeugt, dass mit der Arbeit der KuSS ein wesentlicher Beitrag zur einwandfreien Arbeit in dieser Branche geleistet wird und in der Öffentlichkeit anerkennend gewürdigt wird. Doch in manchen Fällen muss auch er passen. So konnte er vor kurzem der Anfrage eines Beschwerdeführers nicht Folge leisten. Dieser hatte ihn tatsächlich aufgefordert, einen generellen Streik auszurufen.

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