Der Anteil der Personaldienstleister bei den Stellenangeboten steigt

Der Bundesverband der Arbeitgeber der Personaldienstleister (BAP) unterhält seit Jahren mit seinem Job-Navigator ein wichtiges Instrument, das für die Personaldienstleister und viele andere Branchen als Barometer genutzt wird. Alle inserierten Stellenangebote werden durchforstet und in die Statistik aufgenommen. Doppelt ausgeschriebene Stellen werden dabei zusammengelegt.

Für den Oktober liegen die Ergebnisse auf dem Tisch. Der Anteil der Stellenangebote durch die Personaldienstleister und Personalvermittler hat sich dabei wieder erhöht und erreicht z.B. bei den medizinischen Berufen 13,6%. Mitbedingt durch die Pandemie haben sich diese Berufe im gesamten Ranking der ca. 950.000 Stellenangebote nach vorne geschoben.

Mit 137.000 Anzeigen belegt der medizinische Bereich jetzt bereits den dritten Platz hinter dem Bauwesen und den technischen Berufen. Die Belastungen der Pflegekräfte sind bereits im Allgemeinen recht hoch, doch in den letzten Monaten hat sich die Lage deutlich verschärft.

Zeitarbeit im medizinischen Bereich

Der privatwirtschaftliche Betrieb vieler Kliniken hat zunächst zu Einsparungen und zum Personalabbau geführt, während in der jetzigen Situation händeringend neue Kräfte gesucht werden. Doch diese finden sich mehr und mehr in der Zeitarbeit. Wie oft berichtet, setzen viele Pflegekräfte auf die geregelten Arbeitszeiten in der Zeitarbeit, während festangestellte Kräfte häufig einen großen Berg von Überstunden vor sich her schieben und mit Wochenend- und Doppelschichten am Rand der Überlastung stehen. Nachdem im letzten Jahr noch Versuche im Gang waren, die Beschäftigung von Pflegekräften aus der Zeitarbeit stark zu beschränken oder ganz zu verbieten, ist dieses Thema inzwischen vom Tisch.

Das hindert so manche Klinikleiter aber nicht daran, ihren Stress auf die Personaldienstleister zu schieben. Im Tagesspiegel aus Berlin sind Vorwürfe laut geworden, die Personaldienstleister würden mit diversen Absagen versuchen, ihre Mitarbeiter vor den Auswirkungen von Covid 19 zu schützen. Diese Meinung stößt umgehend auf Widerspruch. So stellen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter klar, dass dem keinesfalls so sei. Der Geschäftsführer eines Personaldienstleisters aus diesem Bereich erklärt sogar, dass es vielmehr Nachteile für seine Fachkräfte gäbe, wenn es um die Einteilung nach Stationen gehe.

Die Stimmung am Arbeitsmarkt verbessert sich

Zwei Frühindikatoren gelten am Arbeitsmarkt für recht zuverlässig. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung misst in Umfragen die monatliche Stimmung und Einschätzung der Unternehmen und vermeldet einen Anstieg im November. Insgesamt steht der Index jetzt bei 100,5 Punkten, wobei 100 Punkte einen neutralen Stand bedeuten. Man geht in Wirtschaftskreisen davon aus, dass der zweite Lockdown nicht die gleichen schlimmen Auswirkungen haben wird wie im März und April.

Die Unternehmen hätten viele Erfahrungen sammeln können, die jetzt zum Tragen kämen. Dabei ist z.B. die Verlagerung vieler Arbeitsplätze ins Home Office zu nennen. Wären die Abläufe und Prozesse im Frühjahr häufig noch zum Stillstand gekommen, ginge der Betrieb jetzt meist einwandfrei weiter. Das gilt allerdings nicht für die direkt betroffenen Branchen wie die stark gebeutelte Gastronomie oder den Tourismus. Der zweite wichtige Indikator ist natürlich die Zeitarbeit.

Obwohl die Zahlen zum Vorjahresvergleich kräftig gesunken sind, macht sich auch hier langsam der Optimismus wieder breit. Die letzten Zahlen aus dem September sehen einen Anstieg von immerhin 2,3% zum Vormonat, was im Klartext 14.500 mehr Stellen in der Zeitarbeit bedeutet. Dieser Anstieg übertrifft sogar den allgemeinen Arbeitsmarkt, auf dem die Zunahme der Arbeitslosigkeit immerhin von 1,4% auf jetzt nur noch 0,1% gebremst werden konnte. Doch die Zuversicht ist nicht mehr aufzuhalten. Das Wachstum setzt wieder ein – spätestens mit einer breiten Anwendung der Impfstoffe.

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