Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Häufig kommen Menschen nach Deutschland, die in ihrem Heimatland eigentlich eine gute Ausbildung zur Fachkraft gemacht haben oder sogar einen Universitätsabschluss vorweisen können. Aber die Anerkennung dieses Abschlusses ist nicht immer einfach. Zu sehr unterscheiden sich Ausbildungsgänge, Prüfungsstandards oder auch der technische Entwicklungsstand. Zumindest in der Vergangenheit hatten daher eingewanderte Facharbeiter, Techniker, Pflegekräfte oder Ärzte selbst aus dem europäischen Ausland große Mühe eine adäquate Beschäftigung zu finden.

Aber seit vor fünf Jahren die entsprechende Gesetzgebung geändert wurde, hat sich das geändert. Seit dem 1. April 2012 existieren Verfahren, die immerhin die Anforderungen an die verschiedensten Berufsabschlüsse festlegen und damit eine entsprechende Vergleichbarkeit herstellen. Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge kann sogar ein Flyer bestellt werden, der in vielen Sprachen über die Bedingungen, den Verlauf und die Kosten dieser Verfahren unterrichtet. Offensichtlich besteht auch ein reges Interesse auf Seiten der Bewerber. Die Zahlen der Zulassungen aus den letzten Jahren sprechen für sich. Die Steigerungsraten bewegen sich derzeit um etwa 15% pro Jahr.

In reinen Zahlen ausgedrückt heißt das, das im Jahr 2015 insgesamt 16.662 Berufsabschlüsse aus dem Ausland voll oder mit gewissen Einschränkungen anerkannt wurden. Im Jahr 2016 waren es dann bereits 19.179 Berufsabschlüsse, die einer in Deutschland abgelegten Qualifikation gleich- oder annähernd gleichgestellt wurden.

Die Herkunft der Bewerber

Insgesamt 27.270 Anträge wurden im Jahre 2016 bearbeitet, davon stehen einige Tausend noch vor der endgültigen Beurteilung. Nur 669 Fälle wurden abschlägig beschieden. Ein großer Anteil der Anträge bezog sich auf Ausbildungen aus der Europäischen Union. Knapp 12.000 Menschen unterzogen sich dem Prüfverfahren. Weitere knapp 8.000 Anträge kamen aus dem restlichen Europa.

Von den etwa 7.500 außereuropäischen Bewerbern kamen mehr als 5.000 aus dem asiatischen Raum. Aufschlussreich ist auch die Verteilung der verschiedenen Berufsabschlüsse. Die überwältigende Mehrheit entstammt den medizinischen Gesundheitsberufen. Über zwei Drittel der bearbeiteten Anträge, nämlich knapp 20.000, bezogen sich auf diese Berufsgruppen, darunter 8.000 Ärzte und Pflegekräfte.

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